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RPG-Blog-O-Quest #24 – Charaktere

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Diesmal kommen die Fragen von Timberwere mit folgender Einleitung:

[...] Im September habe ich die Ehre, das Quest-Staffelholz übernehmen zu dürfen, und das Thema, das ich mir für „meine“ Quest ausgesucht habe, lautet „Charaktere“. Eigentlich wären mir zu der Materie durchaus noch ein paar Fragen mehr eingefallen, aber es dürfen ja nur 5 + Bonusfrage sein, das muss reichen. [...]

1. Nach welchen Gesichtspunkten und aufgrund welcher Inspirationen baust du deine Charaktere?

Das ist unterschiedlich. Ich habe Inspiration für Figuren schon von Straßennamen oder Songtiteln bekommen. In letzter Zeit habe ich einige Rollenspiele gespielt, in denen die Figur erst zu Beginn des Spiels erstellt wird, da ist es noch verschiedener. Das kann das Setting, die Figur eines anderen Spielers oder eine externe Inspiration sein wie ein Namensgenerator.

Bei Monsterhearts war es echt praktisch: Das Playbook gibt wenige Optionen zur Auswahl und schon ist das Grundgerüst fertig. Der Rest kann sich dann beim Spielen ergeben. Ich spiele da einen Teenager-Werwolf und da hab ich erst viel laufen lassen. Auch Blut, jupp. Dann gab es eine entscheidende Spielrunde, die zu einer schönen Entwicklung geführt hat.

Oneshots spiele ich auch gern mit vorgefertigten Figuren, hauptsächlich aus Bequemlichkeit und weil ich dafür einfach keine aufwändig selbst erstellte Figur benötige. Ich orientiere mich manchmal auch einfach an Figuren, die es in Romanen oder Filmen schon gibt. Für eine Figur zu Scott Malthouses Astounding Interplanetary Adventurers habe ich mich mal an Dr. Susan Calvin aus I, Robot (der Geschichtensammlung) orientiert. Das hat super geklappt.

2. Was fällt dir am Leichtesten bzw. am Schwersten beim Charakterbau und warum?

Oft ist es der Name, da behelfe ich mir inzwischen mit Namensgeneratoren. Es kommt auch teilweise auf das Regelsystem an.

3. Recycelst du gelegentlich Charaktere, die du in einer früheren Runde schon einmal gespielt hast, für neue Runden und warum oder warum nicht?

Hmm, bisher nicht, zumindest nicht im Detail. Wenn ich Fantasy spiele, versuche ich aber immer einen Halbling-Dieb namens Merlon zu spielen. Ist ein kleiner Spleen von mir.

4. Wie stehst du zum Charaktertod? Darf dein Charakter sterben bzw. unter welchen Umständen?

Wenn es in der Geschichte Sinn macht und es nicht aus einem super-banalen Grund ist, klar. Am liebsten ist mir dann natürlich ein epischer Abgang. Da ich viele Spiele zocke, deren Figurenerschaffung simpel und schnell ist, finde ich das nicht schlimm. Wenn ich Stunden in die Erschaffung gesteckt hätte, hmm ... Eigentlich aber eine rein akademische Frage.

Ich hab als damals frischer Spielleiter mal eine Figur in Cthulhu wegen eines Würfelwurfes sterben lassen, der komplett bescheuert war. „Du rennst also durch die Tür nach außen, kommst ins Schleudern und stürzt in einen Shoggothen. Du wirst von seinem gallertartigen Körper langsam und schmerzhaft aufgelöst.“ So sollte niemand im Rollenspiel sterben müssen, schnüff.

5. Was bedeutet Charakterentwicklung für dich?

Es bedeutet für mich, dass sich der Charakter des Charakters der Figur entwickelt, nicht zwangsläufig auch dessen Werte. Ich will mal ganz deutlich sagen, dass ich auf Werte wirklich pfeiffe. Hmm, eigentlich wollte ich ein anderes Wort schreiben, aber meine gute Erziehung und so ...

Bonusfrage: Der ___ Charakter, den ich je ____, war ____, weil ____

Mir liegen diese Lückentexte nicht. Auch deshalb vielen Dank, Timber, dass du dir das für die Bonusfrage aufgehoben hast.